Die 9 besten Zimmerpflanzen gegen Schimmel: So regulieren Pflanzen die Luftfeuchtigkeit und schützen Ihr Zuhause
- Christoph Reiner

- 5. Jan.
- 5 Min. Lesezeit
Warum Zimmerpflanzen gegen Schimmel wirklich helfen
Zu hohe Luftfeuchtigkeit gehört zu den häufigsten Ursachen für Schimmel in Wohnräumen. Wenn warme, feuchte Luft auf kalte Oberflächen trifft, bildet sich Kondenswasser – vor allem an Fenstern, Wänden und in Raumecken. Bleibt diese Feuchtigkeit länger bestehen, entstehen ideale Bedingungen für Schimmelpilze. Betroffen sind besonders Badezimmer, Schlafzimmer, Küchen und schlecht belüftete Räume.
Richtiges Lüften und Heizen bleibt die Basis für ein gesundes Raumklima, aber Zimmerpflanzen können zusätzlich unterstützen. Bestimmte Arten nehmen überschüssige Feuchtigkeit aus der Luft auf und geben bei Bedarf Feuchtigkeit wieder ab. Dadurch stabilisieren sie das Raumklima und können Schimmelbildung vorbeugen.
Mehr zu physikalischen Ursachen erfahren Sie hier:👉 „Fenster feucht von innen? Ursachen, Lösungen und wann Sie handeln sollten“
Warum Pflanzen die Luftfeuchtigkeit regulieren können
Zimmerpflanzen wirken wie natürliche Luftregle. Sie nutzen zwei Mechanismen:
1. Feuchtigkeitsaufnahme: Einige Pflanzen können Wasserdampf aus der Raumluft aufnehmen und in ihrer Blattstruktur oder im Substrat speichern. Das hilft besonders in Räumen, die zu feucht sind – ideal für jeden, der nach einer „Zimmerpflanzen gegen Schimmel“ sucht.
2. Transpiration: Andere Pflanzen geben einen Teil ihres Gießwassers langsam über die Blätter an die Luft ab. Dadurch erhöhen sie die Luftfeuchtigkeit und wirken Heizluft-Trockenheit entgegen. Das ist wichtig, weil trockene Luft kalte Bauteile begünstigt, die später Kondenswasser anziehen.
Pflanzen sind also sowohl Pflanzen zur Luftbefeuchtung als auch Pflanzen für Luftfeuchtigkeit, je nach Art.
Die 9 besten Zimmerpflanzen gegen Schimmel und für ein gesundes Raumklima
1. Schwertfarn (Nephrolepis exaltata) – der natürliche Feuchtigkeitsregulator
Der Schwertfarn gehört zu den effektivsten Pflanzen im Kampf gegen hohe Luftfeuchtigkeit. Seine zahlreichen, fein verzweigten Wedel vergrößern die Blattoberfläche enorm – ein entscheidender Vorteil, denn je größer die Oberfläche, desto mehr Feuchtigkeit kann eine Pflanze aufnehmen. Farne stammen aus tropischen Regionen mit hoher Luftfeuchte und passen sich daher perfekt an feuchte Badezimmer oder Küchen an.
In kleinen, schlecht belüfteten Räumen wirkt der Schwertfarn wie ein natürlicher Klimapuffer: Er saugt überschüssige Feuchtigkeit aus der Luft auf und gibt nur dann Wasser ab, wenn die Umgebung beginnt auszutrocknen. Dadurch entsteht ein ausgeglichener Kreislauf, der die Bildung von Kondenswasser mindert.
Gleichzeitig filtert der Farn Schadstoffe aus der Luft und verbessert die Sauerstoffqualität – ein Pluspunkt für die Raumgesundheit.
2. Friedenslilie (Spathiphyllum) – elegante Luftfilteranlage gegen Schimmel
Die Friedenslilie ist eine der besten Pflanzen, wenn es um Luftreinigung und Feuchtigkeitsregulierung geht. Ihre großen, glänzenden Blätter sind extrem effizient darin, überschüssigen Wasserdampf aufzunehmen. Dadurch eignet sie sich hervorragend für Räume, in denen Feuchtigkeit langsam an Wänden kondensiert, etwa Schlafzimmer oder wenig geheizte Wohnzimmer.
Die Friedenslilie filtert zudem verschiedene Schadstoffe wie Formaldehyd, Benzol oder Schimmelsporen aus der Luft – ein Effekt, der in der NASA Clean Air Study bestätigt wurde. In Kombination mit ihrer Fähigkeit, die Luftfeuchtigkeit zu senken, wirkt sie besonders effektiv als Pflanze gegen Schimmel.
Ihre weißen Blüten verleihen jedem Raum einen eleganten, ruhigen Charakter – die Friedenslilie ist damit nicht nur funktional, sondern auch optisch eine Bereicherung.
3. Efeutute (Epipremnum aureum) – der vielseitige Kletterer für feuchte Räume
Die Efeutute ist eine der flexibelsten Zimmerpflanzen überhaupt und nahezu ideal für feuchte Räume. Sie gedeiht in hellen wie auch dunkleren Bereichen und bevorzugt eine hohe Luftfeuchtigkeit, die sie durch ihre dicken, wachsbeschichteten Blätter sehr gut regulieren kann.
Was die Efeutute besonders wertvoll macht, ist ihre Fähigkeit, Schadstoffe in der Luft zu binden und zu neutralisieren. Sie absorbiert effektiv VOCs (flüchtige organische Verbindungen), Schimmelsporen und überschüssige Feuchtigkeit. Dadurch entsteht eine klare, frische Raumluft – ein großer Vorteil für Küchen, Bäder oder Räume mit leichter Schimmelneigung.
Die Rank Fähigkeiten der Pflanze erlauben flexible Gestaltungsmöglichkeiten: Sie kann von Regalen hängen, an Moosstäben hochwachsen oder dekorativ an Wänden entlanggeführt werden.
4. Sansevieria (Schwiegermutterzunge) – robust, langlebig und klimaregulierend
Die Sansevieria ist beinahe unverwüstlich und gerade deshalb ideal für Menschen, die eine pflegeleichte, aber wirksame Pflanze gegen feuchte Luft suchen. Ihre dicken, fleischigen Blätter können sowohl Feuchtigkeit aufnehmen als auch Feuchtigkeit abgeben – je nachdem, was die Raumluft gerade benötigt.
Ein einzigartiger Vorteil ist ihre nächtliche Sauerstoffproduktion, denn die meisten Pflanzen produzieren ausschließlich tagsüber Sauerstoff. Dadurch wirkt die Sansevieria besonders positiv auf das Raumklima in Schlafzimmern, die häufig von zu hoher Feuchtigkeit betroffen sind.
Sie verträgt außerdem Temperaturschwankungen hervorragend und hilft in Räumen, in denen das Raumklima tagsüber trocken und nachts feuchter wird, eine stabile Feuchtigkeitsbalance herzustellen.
5. Glücksfeder (Zamioculcas zamiifolia) – die stabile Balance für wechselnde Raumklimas
Die Glücksfeder ist eine außergewöhnlich anpassungsfähige Pflanze, die von Natur aus an wechselnde Luftfeuchtigkeit gewöhnt ist. Ihre fleischigen Stängel und Blätter speichern ausreichend Wasser, sodass sie überschüssige Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen kann, ohne selbst Schaden zu nehmen.
Sie ist ideal für Räume, die mal trocken und mal feucht sind – etwa Flure, Wohnzimmer oder Büros. Zamioculcas sorgt für eine ausgeglichene Raumatmosphäre und kann langfristig helfen, ein stabiles Raumklima zu schaffen.
Optisch bringt sie eine moderne, schlichte Eleganz in den Raum und gilt als besonders langlebig.
6. Bergpalme (Chamaedorea elegans) – natürliche Luftbefeuchtung für trockene Räume
Während viele Pflanzen überschüssige Feuchtigkeit aufnehmen, wirkt die Bergpalme genau andersherum: Sie gibt kontinuierlich Feuchtigkeit an die Luft ab. Das macht sie zur perfekten Pflanze zur Luftbefeuchtung, besonders in Räumen, die durch Heizungsluft zu trocken werden.
Trockene Luft führt oft dazu, dass Bauteile wie Wände auskühlen – und genau diese kalten Stellen ziehen später Kondenswasser an. Ein ausgewogenes Luftfeuchtigkeitsniveau senkt dieses Risiko.
Die Bergpalme produziert ein angenehm weiches Raumklima, filtert zusätzlich Schadstoffe heraus und ist ideal für Wohn- und Schlafzimmer.
7. Zimmerbambus – natürlicher Feuchtigkeitspuffer
Zimmerbambus liebt Feuchtigkeit, speichert diese im Wurzelbereich und gibt sie nur langsam wieder ab. Dadurch wirkt er wie ein natürlicher Puffer: Wenn ein Raum feuchter wird, nimmt er Feuchtigkeit auf – wird er trockener, gibt er sie wieder ab.
Er eignet sich ideal für Badezimmer, Küchen und helle Wohnbereiche. Seine dicht wachsenden Halme und Blätter sorgen für ein frisches, luftiges Raumgefühl. In kleinen Bädern kann Zimmerbambus sogar helfen, die Luftfeuchtigkeit nach dem Duschen schneller zu stabilisieren.
8. Aloe Vera – Feuchtigkeitsspeicher und Luftreiniger
Aloe Vera speichert Wasser in ihren fleischigen Blättern und ist dadurch in der Lage, Wasserdampf aus der Luft aufzunehmen. Sie wirkt ausgleichend auf Räume, deren Luftfeuchtigkeit regelmäßig schwankt.
Neben der Feuchtigkeitsregulierung filtert Aloe Vera auch bestimmte Schadstoffe aus der Luft und trägt zu einem klaren Raumklima bei. Ihre Anpassungsfähigkeit macht sie ideal für Schlafzimmer, Wohnzimmer oder Badezimmer mit Fenster.
9. Philodendron – großblättriger Klimaregler
Philodendren besitzen große, breitflächige Blätter, die hervorragend Feuchtigkeit binden können. Sie sind ideal für Räume, die kühl sind oder wenig Luftbewegung haben, denn sie helfen, Feuchtigkeit nicht direkt an Wänden oder Möbeln kondensieren zu lassen.
Ihr dichtes Blattwerk sorgt für eine natürliche Luftumwälzung, was insbesondere in älteren Gebäuden oder schlecht belüfteten Zimmern ein großer Vorteil ist. Gleichzeitig sind Philodendren leicht zu pflegen und wachsen schnell.
So nutzen Sie Pflanzen optimal gegen Feuchtigkeit und Schimmel
Damit Zimmerpflanzen ihre Wirkung entfalten, sollten folgende Punkte beachtet werden:
Pflanzen gruppieren: In Gruppen verstärken Pflanzen ihre Effekte, da die Gesamtblattoberfläche steigt.
Räume passend ausstatten:
• Badezimmer: Schwertfarn, Efeutute, Zimmerbambus
• Schlafzimmer: Sansevieria, Aloe Vera
• Küche: Friedenslilie, Efeutute, Philodendron
Richtig lüften: Warum gekippte Fenster problematisch sind:👉 „Badfenster auf Kipp: Warum das Schimmelrisiko steigt“
Luftfeuchtigkeit kontrollieren: Die ideale Raumfeuchte liegt bei 40–60 %.
Wann Pflanzen nicht mehr ausreichen
Wenn trotz Pflanzen weiterhin folgende Probleme auftreten, ist eine professionelle Untersuchung notwendig:
• dauerhaft feuchte Fenster
• muffiger Geruch
• wiederkehrender Schimmel
• Feuchtigkeit über 60 %
• feuchte Wände oder dunkle Stellen
Mehr dazu:👉 „Mit Bauforensik unsichtbare Schimmelpilze aufdecken“
Professionelle Hilfe bei Schimmel: Schimmelpilz24
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